DER OSTTEIL DES PARISER RAUMS ZUR ZEIT VON EMILIE DU CHATELET

Das Pariser Umland im 18. Jahrhundert
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Abbé Jean Delagrive, Die Umgebung von Paris, geometrisch erstellt von Abbé Delagrive, o. O., 1740. Ca. 1:20000
Archiv des Departement Val-de-Marne

Die Karte des Abbé Delagrive ist eine wertvolle Quelle für das Studium der Landschaft der Region Ile-de-France in der Neuzeit. Jean Delagrive wird 1728 von Turgot, dem Vogt der Händler der Hauptstadt, zum „Geographen der Stadt Paris“ ernannt. 1731 erhielt er den Auftrag zur Erstellung einer Karte vom Verlauf der Seine und schließlich dieser Karte der Pariser Umgebung. Sie wurde auf 9 Bögen im Maßstab von ca. 1:20000 veröffentlicht. Delagrive stützt sich auf die Arbeiten der Académie des Sciences und kann ein Werk von bis dato unerreichter Präzision vorlegen. Seine Karte wurde übrigens von den Ingenieuren der Cassini-Karte verwendet, um ihre Standortbestimmungen durchzuführen und ihre Feldarbeit vorzubereiten.

Wir zeigen hier ein Ensemble von vier Bögen der Karte von Delagrive. Sie wurden von Hand in Aquarell koloriert, die eigentliche Gravur tritt schwarz-weiß hervor. Man erkennt die Kennzeichnung des Ortes „Le Buisson“, in der Nähe der Hafens und der Fähre von Créteil, unweit des großen Anwesens des Prinzen von Condé in Saint-Maur.